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Ein alphabetischer Streifzug durch die Welt des Bobsports
Athleten : Da
mit dem Bobsport erst mit ca. 18 Jahren begonnen werden sollte, kommt der
größte Teil der Athleten aus anderen Sportarten. Aufgrund der
speziellen Anforderungen an Schnellkraft und Sprintvermögen, sind
dies meistens Sportler aus der Leichtathletik. Der ideale Bobfahrer ist
mindestens 90 kg schwer, läuft die 100 m unter 11:00 sek, kann sich
gut in ein Team integrieren und hält sich auch schon mal bei nicht
so schöner Witterung den ganzen Tag im Freien auf.
Auslosung : Sie
erfolgt für den Wettkampf öffentlich namen- und nummernmäßig
durch die Jury. Die Startnummern sind nicht übertragbar und müssen
in Originalform in der Mitte der Haube aufgeklebt werden.

Bahn : Um für
die Austragung offizieller F.I.B.T. Wettbewerbe zugelassen zu werden, muß
eine Bahn eine Mindestlänge von 1500 m bei natürlicher Vereisung
und 1200 m bei künstlicher Vereisung, ein Durchschnittsgefälle
von mindestens acht Prozent und an keiner Stelle mehr als 15 Prozent Höchstgefälle
aufweisen. Die Breite darf 140 cm nicht überschreiten und die Seitenwände
müssen mindestens 50 cm hoch sein.

Clean : Doping ist
verboten. Dopingkontrollen erfolgen nach den Regeln der von der F.I.B.T.
erlassenen Ordnung. Sie lehnen sich stark an die IOC-Regeln an. Zusätzlich
zu den Kontrollen im Wettkampf, wo meistens aus den drei erstplazierten
Teams und einem zufällig ausgewählten, jeweils ein Sportler ausgelost
wird, werden in Deutschland und anderen Ländern spontane Trainingskontrollen
durchgeführt.

| DBSV : |
Deutscher Bob- und Schlittensportverband e.V. . Geschäftsstelle
: An der Schießstätte 6, 83471 Berchtesgaden, Tel.: 08652/95880,
Fax : 08652/958822, Geschäftsführer ist Günter Gscheidlinger
und Präsident Klaus Kotter. |
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Europameisterschaften
: Werden seit 1914 ausgetragen. Von ca. 1929 bis 1964 erhielt die bei den
Weltmeisterschaften bestplazierte europäische Mannschaft den Titel
eines Europameisters. Ab 1965 werden die Europameisterschaften separat
ausgetragen und werden zur Zeit gleichzeitig als Weltcuprennen gewertet
(wobei dabei natürlich die außereuropäischen Nationen in
die Wertung mit einbegriffen werden).

F.I.B.T. : Die Fédération
Internationale de Bobsleigh et de Tobogganing wurde am 23. November 1923
in Paris gegründet.

Gewicht : Das Maximalgewicht
der Bobs mit Mannschaften einschließlich Ausrüstung darf 390
kg im Zweier und 630 kg im Vierer nicht überschreiten. Das zulässige
Maximum darf durch das Anbringen von Gewichten erreicht werden, die fest
mit dem Bob verbunden sein müssen.

Helfer : Unentbehrlich
wie in allen anderen Sportarten auch sind die vielen Helfer , welche die
Ausführung der Wettkämpfe erst ermöglichen. Gerade im Bobsport,
wo neben der athletischen Vorbereitung der Sportler auch noch die Bahn
und die Bobs präpariert werden müssen sind neben Trainern und
Physiotherapeuten gerade die Mechaniker und Bahnarbeiter unentbehrlich.
An sie und die vielen anderen Helfer, wie z.B. Zeitnehmer, Techniker und
Kampfrichter geht auf diesem Wege der Dank der Sportler, denn ohne sie
wäre die Durchführung der Rennen nur schwer denkbar.

Integralhelm : Das
Tragen eines Vollschutzhelmes bei Trainings- und Wettkampffahrten ist nicht
nur Pflicht, sondern sicherlich auch angebracht.

Jury : Die Jury ist
das oberste Organ des jeweiligen Wettbewerbs. Präsident der Jury bei
Weltcup-Veranstaltungen ist der durch das Präsidium der F.I.B.T. ernannte
Technische Delegierte.

Kühlung : Das
kältetechnische Prinzip ist einfach. NH3(Ammoniak)-Kältemaschinen
sorgen für einen Kältemittel-Zwangsumlauf mit direkter Verdampfung
bei einer Temperatur von ca. minus 16 Grad in den Rohren. In der Altenberger
Anlage beispielsweise liegen fast 90 km Rohre - einbetoniert in die Trasse,
womit durch die Leistung der Kältemaschinen vón 2880 kW auf
der Bahn bis zu einer Außentemperatur von plus 15 Grad gefahren werden
kann. Die Bahn selbst besteht aus einer ca. 13 cm dicken Betonschale, in
die Kühlrohre eingelagert wurden. Aus bau- und kältetechnischen
Gründen ist die Bahn in Beeisungsabschnitte unterteilt, die durch
Dehnungsfugen getrennt sind. Die Rückseite der Bahn ist isoliert,
um Kälteverluste zu vermeiden. Die Eisschicht wird durch Unterkühlen
der Bahnschale und gleichmäßigem Aufsprühen von Wasser
erzeugt. Die Kälteanlage - in der gleichen Grundausstattung arbeitet
sie auch bei anderen künstlich vereisten Sportbauten - ist in verschiedene
Leistungsstufen unterteilt, um auch bei den unterschiedlichsten Witterungsbedingungen
eine gute Eisqualität bieten zu können.
Kufen : Jede Kufe
muß aus einem massiven Stück Stahl konstanter chemischer Zusammensetzung
bestehen, wobei die Höhe des Stahlkörpers mindestens 3,5 cm (im
Zweier) bzw. 4,0 cm (im Vierer) betragen muß. Ihre Temperatur darf
nicht mehr als 4, 0 Grad Celsius von einer im Freien sonnengeschützt
hängenden Bezugskufe abweichen. Die Kufen können zwischen den
Läufen in einem festgelegten Zeitraum mit Schleifpapier (ohne chem.
Zusätze) präpariert werden. Kufenwechsel ist nur bei Beschädigung
mit Genehmigung der Jury gestattet.

| Lenkung :
Die Lenkbewegungen des Piloten werden mittels Lenkseilen direkt über
Umkehrgelenke zur Vorderachse übertragen. |
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Lizenz :
Alle Aktiven müssen gültige F.I.B.T.-Lizenzen besitzen. Startberechtigt
bei F.I.B.T.-Bewerben sind nur die von den Mitgliedsverbänden gemeldeten
Mannschaften. Sie müssen die Staatsangehörigkeit des betreffenden
Landes aufweisen oder ihren festen Wohnsitz für mindestens 36 Monate
vor der Austragung des Bewerbes in dem betreffenden Land haben.

Mut : Gehört
in einer Rennsportart, in der Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h
erreicht werden, dazu. Allerdings nicht im Sinne von Leichtsinnigkeit,
sondern eher als Respekt vor der Geschwindigkeit, welcher in einer gesteigerten
Aufmerksamkeit und Konzentration zum Ausdruck kommen sollte.

Nennungen : Nennungen
haben schriftlich zu erfolgen. Mit ihrer Abgabe erkennen die Teilnehmer
das internationale Reglement der F.I.B.T. an.

Olympia : Die alle
4 Jahre ausgetragenen Olympischen Winterspiele zählen auch bei den
Bobsportlern zu den absoluten Höhepunkten der sportlichen Karriere.
Olympische Disziplin war der Bobsport von den ersten Winterspielen 1924
an. Lediglich in Squaw Valley gab es keine olympischen Bobrennen.

Parameter des Bobs
: Sie sind im F.I.B.T.-Reglement festgelegt. Darin stehen u.a. folgende
Abmessungen: Spurbreite 67 cm, Abstand von der Spitze der Vorder- bis zum
Ende der Hinterkufen maximal 270 cm (im Zweier) bzw. 335 cm (im Vierer(;
Querteilung des Bobs zwischen Vorder- und Hinterachse, Maße der Verkleidung
u.s.w..Die Abnahme der Geräte und Ausrüstungen erfolgt bei den
ersten beiden offiziellen Rennen der Saison durch vo Präsidium beauftragte
Mitglieder der Technischen Kommission. Dies schließt jedoch Stichproben
seitens der Jury bei anderen Rennen nicht aus.

Qualifikation : Eine
Qualifikation im Training vor dem Rennen wie in der Formel 1 gibt es im
Bobsport nicht. Die Einordnung der Bobs in die Gruppen zum Rennen geschieht
nach einem Punktesystem, welches auf den vorangegangenen Rennen basiert.

Reglement : Das Reglement
der F.I.B.T. bildet den technischen bzw. sportlichen Rahmen, dessen Überschreitung
(z.B. Gewichtsüberschreitung, zu warme Kufen u.s.w.) eine Disziplinarstrafe
bis zu einer Disqualifikation nach sich zieht.

Start : Nach Freigabe
der Bahn durch ein akustisches und optisches Signal ist innerhalb von 60
sek zu starten. Aufgrund der eng gefaßten technischen Definition
der Bobs und der daraus resultierenden relativen Leistungsdichte der Mannschaften
auf diesem Gebiet, ist der Start im modernen Bobsport ein dominierender
Faktor bei der Vergabe der abschließenden Plazierungen.

Training : (im Wettbewerb)
Bei Olympischen Winterspielen und Weltmeisterschaften ist das offizielle
Training mit jeweils acht Fahrten im Zweier und Vierer anzubieten. Bei
Kontinentalmeisterschaften und Weltcuprennen sind sechs Läufe im Zweier
und vier im Vierer anzubieten. Zum Wettkampf werden nur Piloten zugelassen,
die mindestens drei davon sturzfrei absolviert haben.
(athletisches Training) Das athletische Training der Bobsportler
in den Monaten zwischen zwei Saisons (der Wintersportler wird bekanntlich
in den Sommermonaten gemacht) beinhaltet neben Schnellkrafttraining und
Ausbildung des Sprintvermögens auch mannschaftliche Startübungen
auf Rollenbobs.

Umstellung : Aufgrund
eines neuen Reglements, wonach bei einer Weltcupveranstaltung am Samstag
der Zweier- und am Sonntag der Viererwettbewerb ausgetragen wird, bedeutet
dies für die Piloten eine nicht zu unterschätzende Umstellung
zwischen den verschiedenen Fahreigenschaften eines Zweier- bzw. Viererbobs.
Unterbrechung :
Die Jury kann eine Unterbrechung aufgrund Beschädigung der Bahn, aus
Witterungsgründen, bei technischen Ausfällen usw. beschließen.
Nach der Unterbrechung hat die nachfolgende Mannschaft eine entsprechende
Vorbereitungszeit.

Versicherungen : Für
jeden Aktiven müssen Unfall- , Invaliditäts- und Haftpflichtversicherung
abgeschlossen sein.

Wetter : Wie bei anderen
Wettbewerben in der freien Natur spielt das Wetter eine nicht unwesentliche
Bedeutung. Die auf unterschiedliche Witterungseinflüsse qualitätsmäßig
verschieden reagierenden Materialien (vor allem der Kufen) verlangen ausgiebige
Tests im Vorfeld und die richtige Entscheidung des Materialeinsatzes zum
Rennen.
Weltcup : Er besteht
aus 6 Zweier- bzw. Viererrennen pro Saison, von denen die fünf besten
Ergebnisse einer Mannschaft in die Wertung kommen. Sie erfolgt nach Plazierungspunkten.
Teilnahmeberechtigt sind pro Land und Rennen Drei Zweier und drei Vierer.
In einer Weltmeisterschaftssaison kann der momentan Weltcupführende
in der jeweiligen Disziplin eine zusätzliche dritte Mannschaft zum
Weltmeisterschaftsrennen stellen.

X-mal probiert : Und
doch nicht geklappt. Gerade weil sich der Bobsport aus so vielen unterschiedlichen
Komponenten zusammensetzt (Start, fahrerisches Können, Material, Witterung),
wird man das Optimum der Gesamtleistung nie ganz erreichen.

Yeti : Obwohl in den
winterlichen Bergregionen dieser Welt zuhause, ist uns dieser Sportsfreund
noch nie begegnet.

Zeitmessung : Es müssen
zwei unabhängig voneinander funktionierende Zeitmeßanlagen in
Betrieb sein. Die Bewertung ergibt sich aus der Addition der Laufzeiten,
die elektronisch mit einer Genauigkeit von einer Hundertstel Sekunde gemessen
werden. Zeitgleichheit ergibt den gleichen Rang. Um in Wertung zu kommen,
nuß die Mannschaft komplett und mit dem Bob das Ziel passieren. |